Station 3
Bravo, nun hast Du es bald geschafft! Wenn Du noch ein Stück weiter den Berg hinaufgehst, siehst Du den Wiesenbeker Teich vom Damm aus in seiner ganzen Schönheit. Im Jahr 1715 wurde er künstlich angelegt und in Betrieb genommen. Er versorgte damals das Kupferbergwerk „Aufrichtigkeit“ in Bad Lauterberg. Seit 2010 gehört der Teich zum Oberharzer Wasserregal. Der Mönch und der Striegel im Dammbereich gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe – Genaueres erfährst Du weiter oben am Staudamm und auch andere interessante Informationen sind auf den Schautafeln zu finden.
Aber Du bist bestimmt schon ganz neugierig, wie meine Geschichte weitergeht und wer mich über das Wasser des Hüttengrabens um Hilfe gerufen hat. Dazu musst Du noch Folgendes wissen: Auf dem Weg nach oben, durchquerst Du das Lauterberger Hexenreich … das hast Du wahrscheinlich gar nicht bemerkt, denn Hexen sind Meisterinnen der Tarnung … Im Dunkeln siehst Du bisweilen kleine Lichter im Wald flimmern, und wenn Du einen Windhauch spürst, könnte auch eine Hexe ziemlich nahe an Dir vorbeigeflogen sein. Hier an der Wassertretstelle kühlen sie manchmal ihre Füße. Zum Glück gibt es in Bad Lauterberg nur freundliche Hexen … Die meisten von ihnen kenne ich und bin gut mit ihnen befreundet – sie tragen bunte Kleider und lustige Hüte. Wenn ich allerdings in einen Wald komme, wo ich mich nicht so gut auskenne, setze ich mir zu meinem Schutz oft ein Blatt vom wilden Rhabarber auf den Kopf, den hast Du bestimmt schon hier an den Bachrändern wachsen sehen. Er ist ein guter Schutz vor bösem Zauber. Auch ein Blatt vom Farnkraut kann helfen, dann riechen einen die Hexen nicht. Jetzt weißt Du Bescheid, wie Du Dich vor Hexen schützen kannst, sodass Du gar keine Angst zu haben brauchst!
Oben im Wiesenbeker Teich wohnt mein uralter Freund Kuno, der Karpfen. Er lebt dort schon sehr, sehr lange, und ich hoffe, er kann mir sagen, warum mir das säuselnde Wasser „Hilf mir … hilf mir …“ zuraunte. Wuschel, das Eichhörnchen, das mich begleitete, war auch schon ganz aufgeregt und hüpfte hibbelig hin und her, und immer wenn Wuschel so wuselig ist, bekommt er viele kleine Löckchen auf dem Kopf (das sieht sehr niedlich aus 🙂 aber verrate es ihm nicht, denn er mag es gar nicht, niedlich genannt zu werden) – ich hoffe sehr, dass Kuno uns weiterhelfen kann!
Beim Weitergehen, siehst Du vielleicht auf der linken Seite die kleinen Häuschen im Wald … ob da wohl Hexen wohnen?